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Berlin, Treptow-Köpenick, 21.07.2026, 09:38 Uhr | Newsletter Aus dem Kiez - Für den Kiez | Ausgabe Juli 2026

Nachgefragt: Trinkbrunnen und Refill Berlin – Status Quo der öffentlichen Wasserversorgung 

Die vergangenen heißen Tage haben vielerorts wieder gezeigt, wie gefragt öffentliche Trinkwasserstellen im Sommer sind. Hierzu wurde die Schriftliche Anfrage (Drucksache 19/26485) an den Senat eingereicht, zur Erfassung der aktuellen Versorgungslage der öffentlichen Wasserversorgung in Berlin und konkret in Köpenick.  

Aktueller Bestand 

In Treptow-Köpenick sind laut Stellungnahme der Berliner Wasserbetriebe (BWB), Stand 3. Juli 2026, elf von zwölf Trinkbrunnen in Betrieb, vier davon barrierefrei zugänglich. Berlinweit sind 257 Trinkbrunnen im Einsatz, 18 sind derzeit außer Betrieb. Ursachen sind unter anderem Vandalismus, technische Defekte, Rohrschäden oder Schäden durch den Eichenprozessionsspinner an angrenzenden Bäumen. 

Keine neuen Standorte in Planung 

Für 2026 und die Folgejahre sind seitens des Senats keine neuen Trinkbrunnen vorgesehen, auch nicht für Treptow-Köpenick. Grundsätzlich kann das Bezirksamt selbst Standorte vorschlagen. Die BWB prüfen anschließend die wirtschaftlichste Erschließung über vorhandene Trink- und Schmutzwasseranschlüsse. Die Finanzierung des Baus obliegt dabei dem jeweiligen Bezirk. Nach Angaben der BWB kostet die Errichtung eines Trinkbrunnens im Schnitt 18.000 bis 20.000 Euro, der laufende Betrieb ohne Vandalismusschäden weitere 3.500 bis 4.000 Euro pro Jahr. Der Landeshaushalt 2026/2027 sieht dafür bislang keine eigenen Mittel vor. 

Wasserqualität wird regelmäßig geprüft 

Die Trinkwasserqualität an den Brunnen wird nach dem Arbeitsblatt W274 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) kontrolliert. Nach der Inbetriebnahme erfolgt eine monatliche mikrobiologische Untersuchung unter anderem auf coliforme Bakterien, Enterokokken und Koloniezahlen. Wird ein Grenzwert überschritten, wird der betroffene Brunnen gesperrt, gereinigt, desinfiziert und dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Erst nach unauffälliger Nachuntersuchung erfolgt die Freigabe. Eine Veröffentlichung der einzelnen Prüfergebnisse findet allerdings nicht statt. 

Einschätzung des Senats 

Der Senat bewertet die Gesamtversorgungslage Berlins mit kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum bezogen auf die gesetzlichen Vorgaben als gut. Eine koordinierte, gesamtstädtische Strategie, die alle Angebote zusammenführt, gibt es nach Angaben des Senats derzeit nicht. 

  • Bestand Berlin: 257 Trinkbrunnen, davon 18 außer Betrieb (Vandalismus, Defekte, Rohrschäden, Eichenprozessionsspinner-Befall). 
  • Treptow-Köpenick: 11 von 12 Trinkbrunnen in Betrieb, davon 4 barrierefrei. 
  • Neubauplanung: Für 2026 und Folgejahre sind senatsseitig keine neuen Trinkbrunnen geplant. 

 

Die vollständige Beantwortung der schriftlichen Anfrage können Sie hier einsehen.  


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